FaMed ist die erste nach internationalen Forschungsstandards entwickelte und in wissenschaftlichen Studien erprobte Fachsprachenprüfung für Medizin in Deutschland.

Die Prüfung besteht aus insgesamt vier mündlichen Prüfungsstationen und einer schriftlichen Prüfungsstation. Sie ist in Rheinland-Pfalz anerkannt. Für Bayern beachten Sie bitte unsere separaten Hinweise.

Prüfungsablauf Bayern

Um den realen (authentischen) Anforderungen der Berufspraxis gerecht zu werden, wurde das OSCE-Format (Objective Structured Clinical Examination) für die FaMed gewählt. Die verschiedenen Stationen der Prüfung behandeln jeweils einen neuen Fall. So soll ein Abhängigkeitsverhältnis zwischen den Bewertungen der Prüfungsbereiche vermieden werden.

Alle Prüfungsinhalte sind aus den Fächern Allgemeinmedizin, Innere Medizin oder Chirurgie gewählt.

Mündliche Stationen

Anamnese-Gespräch (10 Minuten)

Der Prüfungsteilnehmer/die Prüfungsteilnehmerin soll im Rahmen eines Anamnesegesprächs die für eine Anamnese notwendigen Informationen vom Patienten/von der Patientin einholen, ihm/ihr Raum zum Berichten über Beschwerden einräumen und eine respektvolle Gesprächsatmosphäre schaffen.

Aufklärungsgespräch vor einem operativen Eingriff (10 Minuten)

Der Prüfungsteilnehmer/die Prüfungsteilnehmerin soll dem Patienten/der Patientin den Ablauf einer bevorstehenden Operation, die Risiken des Eingriffs sowie postoperative Verhaltensmaßnahmen vermitteln. Das Augenmerk liegt hier auf der Verwendung von Laiensprache (allgemeinsprachliche Ausdrücke statt medizinischer Fachbegriffe), dem Rückversichern, dass der Patient/die Patientin alle Informationen verstanden hat sowie dem verbalen und nonverbalen Ausdruck von Empathie bei Bedenken und Fragen.

Gespräch mit einem Arzt/einer Ärztin (10 Minuten)

Hier soll der Prüfungsteilnehmer/die Prüfungsteilnehmerin in einer simulierten Patientenvorstellung unter Einsatz berufssprachlicher Begriffe und Redewendungen das Kommunizieren unter Kollegen (hier: Oberarzt/Oberärztin) unter Beweis stellen. Sowohl die Informationsweitergabe als auch Rückfragen sollen knapp und präzise formuliert werden.

Telefonat mit einem Angehörigen eines anderen Heilberufs (Krankenpfleger/Krankenpflegerin) (10 Minuten)

Im Arzt-Pfleger-Gespräch werden klar verständliche Weisungen an einen Krankenpfleger/eine Krankenpflegerin weitergegeben. Dies soll ebenfalls unter Verwendung berufssprachlicher Begriffe und Redewendungen in respektvoller Gesprächsatmosphäre geschehen.

Schriftliche Station

Formulierung des Anamneseteils eines Arztbriefs (20 Minuten)

Der schriftliche Teil prüft die Rezeptionsfähigkeit und Verarbeitung sprachlichen Inputs sowie die schriftsprachliche Ausdrucksfähigkeit des Prüfungsteilnehmers/der Prüfungsteilnehmerin. Basierend auf einem kurzen Video (ca. 3,5 Minuten) müssen die Prüfungsteilnehmer/die Prüfungsteilnehmerinnen den Anamneseteil eines Arztbriefes verfassen. Dabei ist darauf zu achten, dass alle in dem Video vorkommenden Informationen nach fachsprachlichen Standards versprachlicht werden.

Ablauf

Die Reihenfolge der mündlichen Stationen kann variieren. Die Prüfung schließt immer mit der schriftlichen Station ab. Für die mündlichen Stationen haben Sie jeweils 10 Minuten Zeit, für die schriftliche 20 Minuten. Zwischen den Stationen haben Sie zwei Minuten Pause.

Video zum Ablauf im Prüfungszentrum
Alle Informationen zur Prüfung auf einen Blick

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